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Neu in FR8

Der Papierstapel zieht um

Auf vielen Dispo-Schreibtischen liegt er noch: der Stapel mit den Aufträgen, die heute verplant werden müssen. FR8 holt ihn auf den Bildschirm, mit Stapeln je Disponent oder Team, einem Hinweis, wer gerade woran arbeitet, und einem eigenen Fenster für den dritten Monitor.

31. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Unverplante Aufträge in der Disposition mit den Stapel-Chips KI zu prüfen, Alle, Meine, Nord, Süd und Ohne Stapel

Auf vielen Dispo-Schreibtischen liegt er noch: der Stapel Papier mit allem, was heute oder morgen verplant werden muss. Jeder Disponent hat seinen eigenen, ein paar Blätter wandern hin und her, und am Freitagnachmittag fragt jemand, wer eigentlich den Auftrag für Wien hat.

Der Stapel hat Vorteile: Man sieht, was vor einem liegt, und man kann ein Blatt einem Kollegen auf den Tisch legen. Er hat aber auch Nachteile: Was im Stapel des Kollegen liegt, sieht man nicht, und ein Blatt, das niemand genommen hat, liegt irgendwo dazwischen.

Mit den neuen Stapeln im Bereich „Unverplante Aufträge“ in der Disposition und im Board von tripControl zieht der Stapel auf den Bildschirm. Was den Papierstapel gut macht, bleibt. Was an ihm schiefgeht, fällt weg.

Jeder hat seinen Stapel, und alle sehen alles

Über der Auftragsliste steht jetzt eine Zeile mit Stapeln. Ein Stapel hat einen Namen, eine Farbe und Personen oder Abteilungen, die ihn abarbeiten. Daneben gibt es drei feste Einträge:

  • Alle zeigt wie bisher jeden unverplanten Auftrag. Kein Auftrag ist für die Kollegen versteckt.
  • Meine zeigt die Stapel, die ihr (oder eure Abteilung) abarbeitet, und dazu die Aufträge, bei denen ihr als Verantwortliche eingetragen seid.
  • Ohne Stapel zeigt, was noch niemand vom Fach genommen hat.
Stapel-Chips über den unverplanten Aufträgen: KI zu prüfen, Alle, Meine, Nord, Süd, Ohne Stapel, jeweils mit Anzahl
Jede Zahl sagt, wie viele unverplante Aufträge im Stapel liegen

Ein Auftrag kann in mehreren Stapeln liegen. Sobald er verplant ist, verschwindet er aus allen, so wie das Blatt in den Ablagekorb wandert.

Stapel, die sich selbst füllen

Ein Stapel kann eine Regel bekommen: Auftraggeber, Start- und Zielzone, Auftrags-Dispogruppe, Gefahrgut, Ladedatum und auf Wunsch jedes andere Feld der Auftragskarte. Die Bausteine lassen sich mit UND oder mit ODER verknüpfen. Unten im Fenster steht sofort, auf wie viele Aufträge die Regel gerade passt.

Fenster „Stapel verwalten“ mit dem Stapel Nord: Name und Farbe, abgearbeitet von einem Disponenten, Regel Auftraggeber ODER Auftrags-Dispogruppe, darunter die Vorschau
Eine Regel, und neue Aufträge landen von selbst im richtigen Stapel

Was keine Regel erfasst, legt ihr von Hand hinein: Karte auf den Stapel ziehen, oder Rechtsklick auf die Karte und „Hineinlegen“. Zieht ihr aus einem Stapel in einen anderen, wird der Auftrag verschoben, mit gedrückter Alt-Taste kopiert. Beim Erfassen eines Auftrags gibt es dafür außerdem das Feld „Stapel“. Und wer einen Auftrag bewusst aus einem Stapel nimmt, nimmt ihn dauerhaft heraus, auch wenn die Regel weiter passen würde.

Kein Auftrag hängt in der Schwebe

Viele Aufträge kommen heute per Mail oder PDF und laufen durch die KI-Poststelle. Zum echten Auftrag werden sie aber erst, wenn jemand die erkannten Daten prüft und auf „Auftrag anlegen“ klickt. Bis dahin waren sie in der Disposition unsichtbar.

Jetzt stehen sie im violetten Stapel „KI zu prüfen“, ganz vorn. Jede Karte zeigt, was die KI erkannt hat, und wer die Datei wann hochgeladen hat. Ein Klick öffnet die Prüfansicht in einem neuen Tab. Der Stapel erscheint nur, solange es etwas zu prüfen gibt.

Stapel „KI zu prüfen“ mit einer Karte: Strecke, Auftraggeber, Referenz und Ladedatum, Dateiname und „Hochgeladen von … · KI-Poststelle“
Was die KI gelesen hat, aber noch niemand angelegt hat

Wer ist gerade dran?

Am Papierstapel sieht man, wer ein Blatt in der Hand hat. Am Bildschirm sah man das bisher nicht. Deshalb steht jetzt auf der Karte, wenn ein Kollege gerade Zeiten oder Stationen bearbeitet („Wird gerade bearbeitet von …“) oder vor Kurzem Zeiten oder Stationen geändert hat („Vor 12 Min. von … bearbeitet“).

Das ist ein Hinweis, keine Sperre. Wer verplanen will, kann das jederzeit. Aber man telefoniert nicht mehr zu zweit mit derselben Rampe.

Für das Ändern selbst gibt es in der Detailansicht den Knopf „Zeiten & Stationen bearbeiten“. Er zeigt alle Stationen mit ihren Zeitfenstern auf einen Blick. Typischer Fall: Ein Auftrag kommt mit dem Zeitfenster 00:00 bis 23:59, ihr bucht beim Kunden 11:00 und tragt es direkt aus der Disposition ein. Ist der Auftrag schon auf einer Tour, fragt FR8, ob die Tour mitziehen soll. Das ist die Grundeinstellung; in der Globalen Konfiguration unter „Zeitänderung → Tour anpassen“ lässt sich stattdessen nur warnen oder automatisch anpassen.

Ein Fenster für den dritten Bildschirm

Die unverplanten Aufträge lassen sich in einem eigenen Fenster öffnen, mit Suche, Filtern, Stapeln und Auftragsdetails. Auf den dritten Monitor geschoben, bleibt in Disposition und Board der volle Platz für Fahrzeuge und Touren.

Aus diesem Fenster zieht ihr einen Auftrag direkt auf ein Fahrzeug in der Disposition oder im Board im anderen Fenster. Es passiert genau dasselbe wie beim Ziehen innerhalb einer Seite, mit allen Rückfragen, etwa bei Gefahrgut. Danach verschwindet der Auftrag in allen offenen Fenstern.

Stapel sind eine Arbeitsliste, keine Zuständigkeit

Eine Frage kam bei der Planung immer wieder: Wenn ein Auftrag in meinem Stapel liegt, bin ich dann auch für das Ticket zuständig, wenn später auf der Tour etwas schiefgeht?

Nein. Ein Stapel sortiert die Arbeit vor dem Verplanen. Die Zuständigkeit für Tickets und Anfragen rechnet FR8 wie bisher aus festen Quellen: den Verantwortlichen am Auftrag, den Dispogruppen von Auftrag und Fahrzeug und dem, was direkt am Vorgang steht. Neu dazu kommt eine Quelle, die der Papierstapel nie hatte: „Verplant von“. Wer einen Auftrag auf eine Tour legt, wird für ihn mit zuständig. Meldet der Fahrer später eine Verspätung, sieht der Kollege, der den Auftrag verplant hat, das Ticket, auch wenn der Auftrag ursprünglich im Stapel eines anderen lag.

Ticket mit dem Abschnitt Zuständigkeit: „Verplant von … (Auftrag ORD-…)“ und „Sie sind zuständig“
Wer verplant, ist für den Auftrag mit zuständig

Plant jemand um, geht das auf ihn über. Nimmt man die Verplanung zurück, bleibt der Eintrag stehen. Und wie jede andere Quelle lässt sich auch diese in der Konfiguration abschalten.

Unterm Strich

Der Papierstapel war eine gute Idee mit einem Haken: Er gehörte immer nur einem. In FR8 hat jeder Disponent seine Arbeitsliste, das Team sieht trotzdem alles, und nichts liegt mehr unbemerkt dazwischen. Weder ein Auftrag ohne Stapel noch einer, den die KI gelesen, aber noch niemand angelegt hat.

Mehr zur Disposition auf der Seite tripControl.

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